Écrit par Dan Thoma Samedi, 21 Février 2009 17:56

Jedes Jahr müssen sich Tausende von Patienten weltweit einer Operation unter Vollnarkose unterziehen. Eine Vollnarkose besteht aus dem Bewusstseinsverlust, Ausschaltung des Schmerzes und die Ausschaltung von Bewegungen und Reflexen. Letzteres wird mit den sogenannten Muskelrelaxantien erreicht. Diese Medikamente führen zu einer kompletten Lähmung der Körpermuskulatur. Traumatisch für den Patienten ist dieser Zustand wenn er das Bewusstsein nicht komplett verloren hat. Es kommt zu einer intraoperativen Wahrnehmung, die dem Patienten schwere psychische Probleme bereiten kann.

Die Vereinigung der Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin hatte ihre Mitglieder am 18. Februar dieses Jahres nach Düdelingen ins CNA eingeladen um sich mit dem Thema auseinander zu setzen.  

 

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Im ersten Teil des Abends wurde der Kinofilm „Awake“ aus den USA vorgeführt. Die Geschichte des Film dreht um einen jungen Mann namens Clay Beresford. Clay Beresford (Hayden Christensen) hat alles, wovon andere nur träumen können. Als schwerreicher Erbe schließt er bereits mit Mitte zwanzig internationale Wirtschaftsverträge ab, obwohl er eigentlich schon längst ausgesorgt hat. Auch privat blickt Clay seit der Verlobung mit seiner bildhübschen Freundin Sam (Jessica Alba) einer strahlenden Zukunft entgegen. Wenn nur sein schwaches Herz nicht wäre! Als ihm endlich eine Transplantation zugesagt wird, bittet er seinen Freund, den Chirurg Jack Harper (Terrence Howard), den Eingriff vorzunehmen. Trotz heftiger Einwände seiner Mutter Lilith (Lena Olin), die ihren Sohn lieber in den Händen eines erfahreneren Arztes sehen würde, legt Clay sich auf Jacks OP-Tisch und schließt die Augen. Doch die Narkose schlägt fehl. Vollkommen ausgeliefert muss er miterleben, wie sein Herz den Körper verlässt. Und wie die Chirurgen zu einem mörderischen Coup ansetzen...

 

 

Logo CHR Liège

Im zweiten Teil des Abends war es Professor Vincent Bonhomme vom CHR de la Citadelle in Lüttich, der sich mit dem Thema der intraoperativen Wahrnehmung beschäftigte. Prof Bonhomme bewies eindrucksvoll anhand von Studien, dass das Phänomän nicht nur eine Hollywooderfindung ist, sondern, dass 0,2% der Patienten bei Bewusstsein sind während der Operation.


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• 0.1% in Chirurgie (ausgenommen Kardiochirurgie und Geburtshilfe) 

• 1.3% in der Obstetrik

• 1.5% in der Kardiochirurgie 

• 10% in der Traumatologie 

Sandin RH et al Lancet 2000; 355: 707-11; Spitellie PH et al Anesthesiol Clin North Am 2002; 20: 317-32

 
 

Vortrag Professeur Vincent Bonhomme


 

Fotos vom Abend
 

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