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Écrit par Dan Thoma Lundi, 15 Juin 2009 16:19
Schönes Wetter… Lust zu Grillen… einen Moment Unachtsamkeit und schon ist es passiert.
Jedes Jahr erleiden zahlreiche Erwachsene und auch Kinder Verbrennungen oder Verätzungen in unterschiedlichen Schwerengraden. Eine kompetente Erstversorgung ist dabei besonders wichtig um die Prognose des Patienten zu verbessern.
Aus diesem Grunde hatte die Vereinigung der Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin (ALIAR asbl) in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Hilfsdienste, der Vereinigung der Anästhesieärzte (CMARL) und der Luxembourg Air-Rescue, neulich zu einer Weiterbildung zum Thema „VERBRENNUNGSTRAUMA“ geladen. Rund 100 Gesundheitsberufler, Ärzte und Sanitäter waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt den Ausführungen der beiden Gastredner. Bei den Gastrednern handelte es sich um Dr Tomislav TRUPKOVIC und Dr Dagmar SCHINDLER, Anästhesieärzte an der BG Unfallklinik Ludwigshafen, die über ein Schwerverbranntenzentrum verfügt.
Dr TRUPKOVIC referierte über die präklinische Behandlung von Schwerstverbrannten und wies nochmals darauf hin, dass viele Patienten durch zu langes oder falsches Kühlen in einem hypothermen Zustand in die Klinik eingeliefert werden. Desweiteren wies er auf Volumengabe bei diesen Patienten hin und welche Punkte hier zu beachten sind.
Unter dem Thema „Spezielle Situationen“ referierten beide Redner über das Inhalationstrauma, Verbrennungen bei Kindern, Stromverletzungen, Verätzungen und Verbrennungen des Auges, sowie das Polytrauma und Verbrennungen.
Abschliessend zeigte Dr TRUPKOVIC anhand von Beispielen wie die Behandlung eines Schwerverbrannten in einem Verbrennungszentrum durchgeführt wird. Nicht nur, dass diese Arbeit sehr zeitintensiv ist, bedeutet sie auch erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem. So kann man die Behandlung eines Schwerverbrannten auf ungefähr 500.000 € schätzen. Nicht zu vergessen sind die Schmerzen und die psychische Belastung des Patienten, die so schnell wie möglich behandelt werden müssen. Sogar ein Patient, der zu 90 % verbrannt ist, hat laut Trupkovic, heutzutage eine reelle Überlebenschance.
Nach einem kleinen Vortrag über das Cyano-Kit, hatte die Verwaltung der Hilfsdienste die Teilnehmer zu einem kleinen Buffet eingeladen.



