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Écrit par Dan Thoma Lundi, 18 Juillet 2011 21:30
Kürzlich hatte die Vereinigung der Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, kurz ALIAR genannt, zu einem juristischen Beratungsabend ins Hotel Parc Belair eingeladen. Ungefähr 40 Gesundheitsberufler waren dem Aufruf gefolgt und folgten gespannt den Ausführungen der Juristen Me Pierrot Schiltz und Me Anne Foehr.

2009 hat der Gesetzgeber einen neuen Text über die Befugnisse der Fachpfleger für Anästhesie- und Intensivmedizin erlassen. Dieser Text wurde in langen Verhandlungen mit der ALIAR ausgearbeitet und ersetzt den veralteten Text aus dem Jahre 1978.
Wie muss der Arbeitsplatz des Anästhesiepflegers gestaltet werden um immer im gesetzlichen Rahmen zu bleiben?
Me Schiltz eröffnete den Abend mit folgender Aussage: „Vom juristischen Standpunkt haben die Fachpfleger in Anästhesie- und Intensivmedizin doch einen einfachen Beruf, da im Gesetzestext alles präzise geregelt wird.“ Die beiden Juristen sind sich aber sehr wohl der Tatsache bewusst, dass die Realität im Alltag anders aussieht. Zum Beispiel sind die im Text erwähnten Protokolle bis dato inexistent, Anästhesien werden als Analgesie umdefiniert oder viele Verschreibungen werden telefonisch gemacht. Aus Sicht des Juristen kommt es im Falle eines Prozesses mit grosser Sicherheit zu einem Schuldspruch für den Gesundheitsberufler. Die Zahl der Prozesse gegen Gesundheitsberufler ist hierzulande noch sehr gering.

Dass das Thema des Abends von grossem Interesse war, zeigten die vielen Fragen, die die Teilnehmer an die Juristen stellten. Egal ob es sich um die medikamentöse oder nicht-medikamentöse Ruhigstellung eines Patienten oder um die Befugnisse eines Krankenpfleger im Rahmen seiner Aufgabe bei den freiwilligen Einheiten des Zivilschutzes drehte, Me Schiltz und Me Foehr versuchten jede Frage aus juristischer Sicht zu beantworten.
Abschliessend kann man sagen, dass mit dem neuen Gesetzestext der Weg gut vorbereitet wurde, doch es bleibt noch viel zu tun um das Pflegepersonal im alltäglichen Arbeitsprozess optimal schützen zu können.



