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8ème Symposium ALIAR "Update AINS"
Écrit par Steve MACK Samedi, 19 Novembre 2011 10:42
Die Verwaltungsräte des Krankenpflegeverbandes in Luxemburg (ANIL) und Krankenpflegegehilfen (ALAS) zeigen sich schockiert über die Aussagen der Familienministerin Frau Marie-Josée Jacobs, im Abendjournal auf RTL Television vom 16. November 2011:
“Ech kennt mir virstellen, wann mir elo an desem Moment gesin, wéivill jung Leckt déi et gett déi gudd ausgebild sin, do…zum Beispill an Tunesien oder och an anneren Länner do…, dass een eventuell matt eenzelnen Träger sou Projet’en kennt machen fir mol ze kucken wéi fannen déi Leckt sech hei erëm… ech weess datt een vun den Probleemer selbstverständlech deen vun der Sproch ass, mee daat waat mer wëssen ass, datt mer an der Groussregioun keng Leckt méi fannen“…
Die ANIL und ALAS weisen darauf hin, dass es neben der zur Zeit bestehenden Sprachproblemen dann auch noch zu Problemen durch grosse kulturelle Unterschiede kommen wird.
Krankenpflege ist ein Beruf der Verständnis auf vielen Ebenen verlangt, der Wissen auf professioneller aber auch auf menschlicher, rechtlicher und kultureller Ebene voraussetzt um Menschen, egal ob im Krankenhaus, in Alters- und Pflegeheimen oder in der Hauskrankenpflege professionnel zu pflegen und zu begleiten.
In Anbetracht dieser Herausforderungen des Krankenpflegeberufs sehen die Verwaltungsräte der ANIL und ALAS die von Frau Jacobs vorgeschlagene „Problemlösung“ als gefährlich an.
Hunderte qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, man müsse also hunderte Arbeitskräfte aus der weiteren Grenzregion (wie Tunesien) „importieren“: dies scheint den Verwaltungsräten der ANIL und ALAS eher unrealistisch. Ausserdem kann man sich die Frage stellen, ob es Sinn ergibt, mit sogenannten Trägern Arbeitskräfte aus dem weit weg gelegenen Ausland nach Luxemburg zu importieren während in einer grossen Anzahl von afrikanischen Ländern diese Kräfte unbedingt gebraucht werden. Sind dies nicht Projekte, welche eventuell unter einem sozialen Deckmantel vorgestellt werden, dabei aber in Wirklichkeit andere Ziele verfolgen, wie beispielsweise billigere Arbeitskräfte zu bekommen, welche zufrieden sind mit dem was sie hier verdienen und somit weniger Ansprüche stellen ?
…Nein, so nicht !
Die Verwaltungsräte der ANIL und ALAS fordern die luxemburger Regierung auf, solche Aktionen zu unterlassen und, um den Notstand in Luxemburg zu beheben, konkrete Massnahmen in Luxemburg zu ergreifen oder/und unterstützen wie beispielsweise. :
- gezielte und spezifische Promotionskampagnen für die qualifizierten Berufe der Pflege durchzuführen,
- den Jugendlichen die Möglichkeit geben in der Orientierungsphase die verschiedenen Berufsqualifikationen kennen zu lernen,
- die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen durch die betroffenen Ministerien (Familienministerium und Gesundheitsministerium) einzuleiten,
- eine angemessene Entlohnung der Krankenpflegern (Ausbildungsjahre, Qualifikation) zu entrichten, wie dies in anderen Sektoren in Luxemburg der Fall ist
- Ein Angebot berufsbegleitender Ausbildung zum Krankenpfleger (Infirmier) in Luxemburg anzubieten bspw für Krankenpflegegehilfe (Aide soignant). Dies würde vielen bereits motivierten Mitarbeitern aus dem Sektor erlauben, sich beruflich zu entfalten und Menschen, die sich erst später für diesen Beruf entscheiden, die Möglichkeit geben ,diese Qualifikation zu erwerben.
Quelle: www.anil.lu
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