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Écrit par Steve MACK Jeudi, 06 Octobre 2011 20:15
Hamburg – Das Alter eines ischämischen Schlaganfall lässt sich durch den Vergleich zweier Bildgebungen in der Kernspintomographie recht zuverlässig abschätzen. Dies zeigt eine Studie in Lancet Neurology (2011; doi: 10.1016/S1474-4422(11)70192-2).
Etwa 20 Prozent aller Schlaganfälle ereignen sich im Schlaf. Der Patient bemerkt die Symptome dann erst beim Aufwachen. Für den Neurologen war es bisher nicht möglich, den Zeitpunkt des Schlaganfalls zu bestimmen.
Diese Information ist jedoch von großer Bedeutung, da eine Thrombolyse-Therapie nur in den ersten vier bis fünf Stunden nach dem Insult erfolgversprechend ist. Bei einem späteren Beginn überwiegen die Blutungsrisiken, so dass die meisten Kliniken Patienten mit nächtlichem Schlaganfall von dieser Therapie ausschließen.
Vor einer Thrombolyse ist eine Kernspin- oder Computertomographie zwingend notwendig. Sie muss einen hämorrhagischen Schlaganfall ausschließen, der eine absolute Kontraindikation für eine Thrombolyse ist. Beim Kernspin sind eine Reihe von Bildgebungen möglich.
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Die Diffusions-Tensor-Bildgebung (diffusion-weighted imaging (DWI) hebt den Verlauf der Nervenbahnen im Gehirn hervor. FLAIR (für fluid-attenuated inversion recovery) blendet Flüssigkeitsansammlungen aus. Nach den von Privatdozent Götz Thomalla vom Kopf- und Neurozentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) vorgestellten Studienergebnissen ist ein Hirninfarkt dann jünger als vier bis fünf Stunden, wenn im DWI Infarktzeichen erkennbar sind, in FLAIR jedoch nicht.
Dieser „DWI-FLAIR Mismatch“ erzielte in einer Beobachtungsstudie an 543 Patienten, bei denen der Zeitpunkt des Schlaganfalls bekannt war, einen positiven Vorhersagewert von 83 Prozent. Bei einem Verschluss im Bereich der Art. cerebri media lag er sogar bei 87 Prozent. Ob das Kriterium tatsächlich hilfreich ist, um die Therapieergebnisse bei Patienten mit unbekanntem Symptombeginn zu verbessern, soll jetzt in einer randomisierten klinischen Studien untersucht werden.
Quelle: www.aerzteblatt.de
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