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Écrit par Steve MACK Lundi, 30 Janvier 2012 20:22
Oxford – In England ist die Zahl der tödlichen Herzinfarkte innerhalb der letzten zehn Jahre um mehr als die Hälfte gesunken. Eine Studie in Britischen Ärzteblatt (BMJ 2012; 344: d8059) vermutet neben Fortschritten in der Behandlung auch Erfolge in der Primär- und Sekundärprävention.
Das Team um Michael Goldacre von der Universität Oxford hat Klinikstatistiken und Sterberegister ausgewertet. Die Klinikstatistiken ergaben, dass die Zahl der Herzinfarkte von 107.313 im Jahr 2002 auf 82.252 im Jahr 2010 zurückgegangen sind. Für Männer errechnet Goldacre einen Rückgang um 33 Prozent und für Frauen um 31 Prozent. Nicht nur die Zahl der Herzinfarkte (event rate) ist gesunken, auch die Sterblichkeit am Infarkt (fatality rate) ist zurückgegangen. Unter dem Strich ergibt dies eine Reduktion der Herzinfarktmortalität (mortality rate) in der Bevölkerung um 50 Prozent bei den Männern und 53 Prozent bei den Frauen.
Da Goldacre keine Angaben zu den Risikofaktoren und den Behandlungen zur Verfügungen standen, kann er über die Gründe für den Rückgang nur spekulieren. Andere Untersuchungen hätten allerdings gezeigt, dass die Prävalenz von Rauchen, arterieller Hypertonie und hohen Cholesterinwerten zurückgegangen sei (Primärprävention).
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Außerdem habe die Verordnung von Medikamenten zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit zugenommen (Sekundärprävention). Schließlich würden heute mehr perkutane koronare Interventionen durchgeführt als noch vor zehn Jahren (Therapie). Die erfreuliche Entwicklung sei deshalb wohl auf die Kombination von Primär- und Sekundärprävention und einer verbesserten Therapie zurückzuführen, meint Goldacre. Der Experte warnt aber davor, dass die Entwicklung sich auch umkehren könnte. Bei zwei wichtigen Risikofaktoren, der Adipositas und dem Diabetes mellitus, habe es in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme gegeben. Sie könnte erklären, warum bei den jüngeren Menschen der Rückgang der Herzinfarktmortalität geringer ausgefallen sei als bei den älteren.
Quelle: www.aerzteblatt.de
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